Genauso wie Magento, vertreten wir den Standpunkt, dass jeder Shopbesitzer zwei Lizenzsysteme besitzen sollte. Zum einen das Stagingsystem, auch Test- oder Redaktionssystem genannt und zum anderen das Livesystem. Beide Systeme sind an sich äquivalent. Die einzige Ausnahme ist, dass das Stagingsystem für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist und somit auf diesem kein Live-Verkehr von Kunden stattfindet. Magento empfiehlt ein Stagingsystem zum Testen neuer Funktionen. Neue Funktionen sind dabei zum Beispiel Designänderungen, das Hinzufügen oder Aktualisieren von Erweiterungen, das Upgraden von Shop-Versionen und alle anderen Entwicklungen, die Veränderungen auf Codeebene ihres Shops erfordern. Diese Entwicklungsarbeiten sollen zunächst auf der Stagingumgebung gespeichert werden, um darauf folgend mögliche Softwarefehler, Erweiterungkonflikte und Systeminkompatibilitäten zu beheben, bevor diese Ihren Kunden in der Liveumgebung durch Überlastung des Shops oder Ähnliches Probleme machen. 

Wir von cobby sehen den Nutzen vom Stagingsystem sowohl in der Entwicklung, aber vor allem im Bereich Contentmanagement/-pflege. 

Nicht nur größere Änderungen können getestet werden, sondern auch die Teamorganisation und Produktpflege erreicht mit Hilfe eines Stagingsystems eine neue Dimension. Mit Hilfe von Multiselectattributen, können Mitarbeitern einzelne Arbeitsschritte zugewiesen, Arbeitsstatus wie zum Beispiel “online”, “in Bearbeitung”, “Fertig zur Prüfung”, “live”  festgehalten und Kommentare/Probleme übermittelt werden. Dies hat den Vorteil, dass Mitarbeiter mit Hilfe des cobby Filters nur ihren Arbeitsbereich laden können und ebenso die Zuständigkeit der Aufgaben, sowie der Status eines jeden Produktes transparent für jeden zugänglich gemacht wird (mehr zum Arbeiten im Team, siehe hier). Wir empfehlen die Anlage neuer Produkte, Bereinigung und Aktualisierung bestehender Produkte zunächst auf dem Stagingsystem durchzuführen und diese anschließend im Ganzen auf das Livesystem zu übertragen. 

Wie die Übermittlung von Staging- zum Livesystem funktioniert, erfahren Sie im weiteren Verlauf dieses Artikels.

Zunächst sollten Sie immer, bevor Sie eine größere Aktion in ihrem Shop starten, eine Sicherung des Shops und damit der im Shop befindlichen Daten durchführen. Dazu laden Sie alle Shopdaten (Livesystem) und speichern diese als lokale Excel-Datei auf Ihrem Rechner. Mit Hilfe dieser Sicherung können Sie bei Problemen jederzeit ohne Datenverlust die vorherige Datenqualität wiedererlangen.

Voraussetzungen für die Übermittlung von Stage zu Livesystem

  • Live und Stagingsystem müssen auf der gleichen cobby Version sein
  • Attribute müssen identisch sein
  • vorhandene Attributsets müssen übereinstimmend sein da wir von Attributset in Attributset überführen

Ausgangslage: 

1. Sie verfügen über unser Makro “Stage to Live” (Download hier).

Was macht das Makro?

Jedes Produkt welches geladen wurde, erhält einen gelben Produktstatus und wird damit als geändert markiert. Ebenso wird für die Mappe das Importmodus Kennzeichen gesetzt und ein Feld zum Speichern der Datei geöffnet. Hier geben Sie einen Namen ein und klicken speichern.

Nun haben Sie die Datei lokal (ohne cobby) gesichert. Daraufhin erscheint ein Feld mit dem Inhalt: “Key wechseln und neu starten”. Dementsprechend klicken Sie unter dem cobby Reiter auf den Button “Einstellungen” und wechseln von der Stage auf die Live Lizenz. Alle Lizenzen die sie nutzen sind dort als Auswahlmöglichkeit aufgelistet.

Im Anschluss schließen Sie alle offenen Excel Blätter und öffnen die zuvor gespeicherte lokale Datei (ohne cobby). Mit öffnen dieser Datei wird automatisch der Importmodus gestartet.

2. Sie haben die Datei mit dem Makro geöffnet und befinden sich in ihrer Staging Umgebung.

Vorgehen: 

  1. Sie Laden alle Produkte, die Sie in Ihr Livesystem übernehmen wollen, mit Hilfe des cobby Filters innerhalb ihres Stagingsystems.

2. Sie klicken nun im Reiter cobby den Button “Start publish to Live”. Hiermit starten Sie das Makro.

Was macht der Importmodus?

Der Importmodus dient dem Import externer Daten. Hiermit können neue Produkte angelegt und bestehende Produkte aktualisiert werden. cobby vergleicht die Produktdaten in Excel  mit den Daten im Shop. Die Identifikation der Produkte läuft dabei über die SKU. Handelt es sich um neue Produkte so werden diese mit Hilfe des Importmodus angelegt. Bestehen diese Produkte jedoch bereits im Shop so werden die Shopdaten mit den zu importierenden Daten abgeglichen. Unterscheiden sich diese, so werden die Shopdaten durch die “neuen” Daten überschrieben. Attribute die nicht übermittelt werden sollen, können im Importmodus ausgeblendet werden. Durch das Ausblenden findet kein Abgleich der Daten mit denen aus dem Shop statt und werden so nicht verändert bzw. überschrieben. Die Spalten Website und SKU müssen immer eingeblendet bleiben, da sie der Identifikation und eindeutigen Zuordnung der bestehenden Produkte dienen.

Achtung: Auch leere Spalten/Zeilen werden importiert und überschreiben somit beim Import Shopdaten → mit bedacht Spalten ausblenden

Weitere Informationen zum Importmodus siehe hier.

3. Sie blenden alle Attribute die nicht übermittelt werden aus und löschen alle Attributsets die nicht überarbeitet werden sollen. 

4. Sie blenden alle Spalten aus, die einen persönlichen Bezug zum Stagingsystem haben, da diese ebenfalls nicht importiert werden dürfen. Solche Spalten können zum Beispiel die Bildspalte, die Kategorie Spalte, der Lagerbestand und die URL Keys sein. Die Bildspalte sollte nicht übermittelt werden, da der Bildpfad von Stage auf Live meistens abweicht und somit durch den Import dieser Spalte alle bestehenden Bilder mit falschen Bild Pfaden überschrieben werden und damit ein riesiger Rechenaufwand (der Abgleich der einzelnen Bilder aus dem Stage mit denen im Live System) ausgelöst wird. Der Kategoriebaum muss gleich sein oder die Spalte muss ebenfalls ausgeblendet werden, da sonst Probleme bei dem Import und daraus resultierend bei den Filtermöglichkeiten im Shop auftreten. Der Lagerbestand sollte auch nicht übermittelt werden, da dieser meist im Staging System nicht gefüllt ist und somit die bestehenden Daten im Livesystem durch leere Spalten überschrieben werden. URL Keys führen auch oft zu Problemen, sodass auch diese Spalte ausgeblendet werden sollte.

5. “Produkte speichern” klicken und damit den Import starten

6. Rückmeldung erhalten Sie beim Import ausschließlich über das Job-Protokoll. Dieses wird grün bei Beendigung des Vorgangs, wohingegen die Produktstatus auch nach der Beendigung gelb bleiben.

7. Nachdem das Job-Protokoll grün ist, schließen Sie bitte Excel und öffnen eine neue Excel Mappe um weiter mit cobby zu arbeiten.

Wird dieser Prozess von Stage auf Live öfters durchgeführt so können auch Vorlagen angelegt werden die zum Beispiel den Prozess des Ausblenden überflüssiger Spalten (Schritt 3) übernehmen. Dazu legen Sie in ihrem Stage System eine Vorlage an, laden diese mit allen zu übernehmenden Produkten, starten das Makro und verfahren weiter wie oben erläutert.

Zu beachten:

Bei jeglicher Übertragung von Stage auf Live

  • können Kollegen solange der Import durchläuft nicht arbeiten bzw. das Speichern ihrer Arbeit wird erst dann verarbeitet wenn der Import durchgelaufen ist.
  • kann es je nach Größe des Imports zu einer Shop Überlastung und damit dazu kommen dass Kunden kurzfristig nicht auf den Shop zugreifen können
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